D2C-001 Die Geschichte des Films und der visuellen Effekte

DIE ENTSTEHUNG DES FILMS

1878 Eadweard Muybridge: Aller erster Film A Horse in Motion mit  Phenakistiskop vorgeführt

1898 George Méliès veröffentlicht Un homme de têtes

1896 Gebrüder Lumière (Dokumentarfilmer): L’arrivée d’un train à La Ciotat

1903 George Méliès: Erster Science Fiction Film Le Voyage dans la lune
Le_Voyage_dans_la_lune

1903  Edwin S. Porter’s: Erster Western The Great Train Robbery

 

DIE ENTSTEHUNG DES ZEICHENTRICKFILMS

1908 Émile Cohl: Allererster Zeichentrickfilm Fantasmagorie

1914 Winsor McKay: Gertie the Dinosaur

1923 Gründung von Disney durch Walt und Roy Disney

1937 Erste komplett handgezeichnete Feature Film in Farbe Schneewittchen und die 7 Zwerge

1927 Metropolis von Fritz Lang: Erster Science Fiction Film in Spielfilmlänge 2 1/2 Std.

1933 The Invisible Man  (Anwendung des Williams Prozesses)

1933 King Kong: Der Dunning Prozess (Blue Screen)

 

DAS FARBFILM-ZEITALTER

1940 nutze Special Effects Artist Larry Butler eine neue Technik in The Thief of Bagdad.

Pedro Vlahos erfindet Yellow Screen: Angewandt in Marry Poppins 1964.

William Wylers Ben Hur 1959 nutze 12 verschiedene Filmkopieen kombiniert.

Die Technik wurde dann 1980 für Star Wars – Das Imperium schlägt zurück noch automatisiert.

1972 erstellte Frederic Parke das erste 3dimensionale menschliche Gesicht

1973 folgte Edwin Catmull (später einer der Gründer von Pixar) mit einer 3D-Hand in Farbe.

1976 arbeiteten sie gemeinsam an Futureworld, der erster Feature Film mit Kombinationen aus Realfilm und 3D Animationen.

1977 nutzte George Lucas für Star Wars auch 3D-Animationen, die er mit Realfilmaufnahmen vereinte.

1982 erschien Tron von Disney – Zum ersten mal ganze Szenen ausschließlich aus 3D-Animationen

 

DAS DIGITALE ZEITALTER

1991  James Cameron sprengt mit Terminator 2 die Mauer zwischen Realität und virtueller Charaktere.

1993 zeigt Steven Spielberg in Jurassic Park zum ersten mal realistisch animierte Dinosaurier auf der Leinwand.

1995 erschien Toy Story der erste komplett 3D-Animierte Feature Film aus dem Hause Pixar.

1999 erfüllte George Lucas seinen Traum und Star Wars Episode I kam in die Kinos.

2001 kamen mit Final Fantasy – The Spirit within zum ersten mal fotorealistische menschliche Charaktere, komplett virtuell am Computer erstellt.

Mittlerweile war den Filmemachern nahezu alles möglich. Die einzige Grenze die es gab und bis heute gibt ist die Rechenleistung der Computer.

Seit Avatar können Filmszenen in großen leeren Hallen ohne Kostüme oder Deko mit Schauspielern in mit reflektierenden Punkten bestückten Anzügen gedreht werden und der Regisseur (James Cameron) sieht an seinem Monitor ein fast fotorealistisches Bild des fertigen Films.

Hier bekommt man einen kleinen Einblick wie komplex die Dreharbeiten zu Avatar ausgesehen haben.

Leider wird diese faszinierend schöne Welt der visuellen Effekte durch aktuelle Entwicklungen in der Industrie überschattet. Einige große Agenturen mussten nach erfolgreich beendeter Arbeit doch ihre Tore schließen, weil das Preisdumping sie zu Angeboten gezwungen hat, mit deren Einnahmen sie die Ausgaben nicht mehr decken konnten.

Das ist natürlich vor allem wegen der vielen Talente, die viele Nächte geopfert haben, um den Film fertig zu stellen, sehr bedauerlich.

Wer sich ein Bild von dieser tragischen Geschichte machen möchte kann hier eine sehr gelungene Dokumentation (leider nur auf Englisch) über den “Untergang” von Rhythm & Hues anschauen.

Soweit der Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Films und der visuellen Effekte.

In der nächsten Folge schauen wir uns den genauen Produktionsablauf eines 3D-Animationsfilm an.

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